Ätherische Öle – Inhaltsstoffe, Wirkung und Anwendung

Leicht flüchtig, häufig leicht entzündlich bedingt durch das Stoffgemisch, ineinander löslich, hergestellt aus Blättern von Pflanzen – das sind Ätherische Öle. Sie werden vielseitig verwendet. Wir geben hier einen kleinen Überblick über: Was sind Ätherische Öle?

Inhaltstoffe und Eigenschaften

Inhaltstoffe und Eigenschaften ätherischer Öle

Gewonnen werden ätherische Öle aus verschiedenen Pflanzen. Daher haben sie auch verschiedene Inhaltsstoffe und Eigenschaften. Es handelt sich hierbei meist um Gemische verschiedener Terpene. Und auch Sesquiterpene sowie aromatische Verbindungen wie Phenylpropan-Derivate sind in diesen Ölen enthalten. Weitere Inhaltsstoffe können Phenole, Furanocumarine, aber auch Monoterpene sein.

Diese gliedern sich je nach Zusammensetzung in drei Stoffgruppen, und zwar in acyclische, bicyclische und monocyclische Monoterpene. In fettlöslichen ätherischen Ölen können auch Rückstände von fett-löslichen Pestiziden enthalten sein. Ätherische Öle verbreiten zudem einen wunderbaren Duft, der für die Herstellung von Parfüm entdeckt wurde.

Von Ihren Eigenschaften her handelt es sich bei diesen Ölen vor allem um Bestandteile von Produkten, die vor Krankheiten schützen. Vor allem vor Krankheiten, die durch Bakterien und durch Pilze hervorgerufen werden. Diese Öle sind dabei fett-löslich, wobei sie selbst aber keine Fette enthalten. In Wasser sind ätherische Öle indes nur sehr wenig bzw. überhaupt nicht löslich.

Sie verdampfen rückstandsfrei, wobei ihr Siedepunkt weit über Wasser liegt. Diese Öle besitzen eine geringe Dichte als Wasser und bilden daher auf einer Wasseroberfläche einen schwimmenden Flüssigkeitstropfen.

Wie läuft die Gewinnung und Verarbeitung ab?

Ätherische Öle werden überwiegend durch die Wasserdampfdestillation gewonnen. Das zerkleinerte Pflanzenmaterial wird zu diesem Zweck in Wasserdampf eingeblasen, der das Öl aus der Pflanze regelrecht heraustreibt. Das Öl-Wasser-Gemisch kondensiert in einem gekühlten Rohr, das in einem Auffangbehälter mündet. Hier werden die Stoffe des Öls von der wässrigen Phase abgeschieden. Bei einigen Pflanzen ist eine reine Wasserdestillation nicht möglich.

Hierfür wird im Rahmen einer Co-Destillation noch ein Trägerstoff mit der Pflanze destilliert. Die Destillation von Pflanzenteilen, um daraus ätherische Öle zu gewinnen haben vermutlich die Ägypter erfunden. Griechen und Römer übernahmen die Kunst der Destillation.

Einige ätherische Öle können allerdings nicht per Wasserdestillation gewonnen werden, sondern per Kaltpressung. Dies gilt für Zitrusöle. Hierbei wird das Öl durch Zentrifugierung abgetrennt. Bei Blütenölen wird eine Extraktion angewandt. Als Lösungsmittel werden hierbei Hexan, Florasol oder Kohlenstoffdioxid verwendet. Einige Öle müssen auch aufkonzentriert bzw. weiter zerlegt werden, durch Destillation oder Adsorption, um daraus ätherische Öle zu gewinnen.

Ätherische Öle in der Aromatherapie

Welche Verwendung gibt es für Ätherische Öle?

Je nach ihrer Eigenschaft können ätherische Öle vielseitig genutzt werden. Neben der Verwendung zu medizinischen Zwecken stehen sie vor allem bei der Herstellung von Parfüm und Kosmetika, wie Hautcreme im Fokus. Im schulmedizinischen Bereich finden sich ätherische Öle vor allem in verschreibungspflichtigen Medikamenten in Form von Menthol und Eukalyptus, die zur Schleimlösung dienen. Und auch zur Wohnraumaromatisierung in Duftlampen finden diese Öle Verwendung.

Eine große Bedeutung kommt ätherischen Ölen auch als geschmacksverbessernde Inhaltsstoffe in Gewürzen zu. Ätherische Öle werden aber auch als technische Lösemittel verwendet, wie das Orangenschalenöl und das Terpentinöl. Als Naturheilmittel werden diese Öle natürlich auch verwendet, vor allem gegen Blähungen und bei anderen Magen-Darm-Erkrankungen.

Eine große Rolle in der Naturheilkunde spielen ätherische Öle auch für die Aromatherapie. Saunaaufgüsse und Badezusätze werden ebenfalls mit ätherischen Ölen verfeinert.

Welche Wirkung haben Ätherische Öle auf den menschlichen Körper?

Ätherische Öle haben eine sehr starke Wirkung auf den menschlichen Körper. Beim Einatmen wirken Sie sehr schnell einen sehr intensiven Einfluss auf die Gefühle auf. Denn in diesem Fall wirken Sie auf das vegetative Nervensystem, aber auch auf die Hormon-Produktion. Bei Hautkontakt haben sie eine sofortige und eine starke Wirkung auf das Gewebe und auf den Blutkreislauf.

Doch Vorsicht! Einige ätherische Öle bergen ein hohes Allergiepotenzial. Die trifft nicht nur auf die synthetisch erzeugten, auch auf natürliche Öle.

Zusammenfassung und Fazit

Ätherische Öle – das klingt erst einmal recht gefährlich. Aus welchem Grund auch immer, doch ätherisch, das ist ein Synonym für ätherartig (und damit flüchtig), aber auch gleichzeitig angenehm riechend. Die zweite Eigenschaft ist wohl die, die viele Menschen dann doch von diesen Ölen überzeugt. Man kennt den Duft der ätherischen Öle von Duftlampen, Duftölen und vom Parfüm.

Zudem wissen viele auch um die heilende Kraft dieser Öle bei Erkrankungen der Atemwege und im Magen-Darm-Trakt. Aus der Naturheilkunde sind sie nicht mehr wegzudenken.